Ich melde mich auch mal wieder. Letzten Monat kam leider gar kein Post online und das tut mir wirklich Leid, aber ich habe bestimmt 8 mal angefangen, einen Eintrag zu schreiben, bin allerdings mittendrin immer wieder hängengeblieben. Ich weiß nicht, ob es eine richtige Schreibblockade war oder nur die Angst, euch damit zu langweilen, dass ich mal wieder über die vergehende Zeit schreibe. Der April war mehr oder weniger ereignisreich, gleich am Anfang habe ich mich mit einer Freundin getroffen und wir haben zusammen für eine Mathearbeit gelernt und das war das erste mal in meinem Leben, dass ich das Thema anscheinend so gut verstanden hatte, dass ich es auch auf Englisch erklären konnte. Danach habe ich mich mit einer anderen Freundin getroffen und wir haben zusammen eine zweistöckige Schokoladentorte gebacken, da wir später auf dem Geburtstag einer chinesischen Freundin eingeladen waren. Es gab unendlich viel chinesisches Essen, das alles ihre Mutter, die hier mit ihr wohnt, gemacht hatte. Außerdem hat die Musical-Klasse meiner Schule ihre Auftritte alle im April gehabt und ich habe mir die Vorstellung natürlich nicht entgehen lassen wollen. Gemeinsam mit einigen Freunden sind wir dann abends in der Sporthalle gewesen und wir haben uns das Musical angeschaut, was echt unglaublich toll war, natürlich auch, weil viele Klassenkameraden und Freunde wichtige Rollen übernommen hatten. Der April war ein unglaublich warmer Monat, fast schon zu warm an einigen Tagen, was zu Spaziergängen zu Dairy Queen, wo eine Freundin von mir arbeitet, oder zu Verabredungen bei Starbucks nach der Schule geführt hat. Am 20. April war es 30 Grad heiß und da war ich natürlich sehr froh, mich nachmittags mit Maddie und Eli beim neuen Bubble Tea Laden an unserer Schule zu erfrischen. Danach haben wir uns noch Potato Wedges im Supermarkt gekauft und sind dann zurück zur Schule gelaufen, um uns dort mit zwei weiteren Freunden auf die Bänke im schattigen Waldstück zu setzen und einfach nur zu reden. Im Englischunterricht haben wir Romeo & Juliet gelesen und einen Essay darüber geschrieben. In Socials habe ich in letzter Zeit alles über die Canadian Pacific Railway gelernt, wir haben eine Gruppenpräsentation über British Columbia und den Zusammenschluss mit Canada gehalten und wir haben eine Pizza-Party mitten im Unterricht veranstaltet. Sportunterricht haben wir im Moment immer draußen und neben den üblichen Loops, die wir rennen müssen, spielen wir Frisbee, Capture the flag und Manhunt im Wald, was in meiner PE Klasse so unheimlich viel Spaß macht. Letzte Woche gab es wieder die Urkunden für die Schüler, die es auf die Honor Roll geschafft haben und auch ich hatte im zweiten Term wieder einen Durchschnitt von mehr als 80%. Am Wochenende war ich mit Karla in Vancouver, nachdem wir hier im Garten selbstgemachte Waffeln gefrühstückt hatten. Wir haben das traumhafte Wetter ausgenutzt, indem wir einen einen Spaziergang um den Stanley Park gemacht haben. Abends waren wir dann noch mit Hannah und ihrem Freund bei White Spot essen. Heute hatte ich in der ersten Stunde eine weitere Socials Präsentation, danach hatte ich eine Mathearbeit, die nur mittel gut gelaufen ist und in den letzten beiden Stunden hatte ich French Immersion und English.
Es ist so verrückt, dass man jetzt sogar jede Stunde von den Lehrern informiert wird, wie viele Stunden man noch in der Klasse haben wird bis zum Schuljahresende beziehungsweise bis zu den Provincials. In exakt 2 Monaten werde ich irgendwo zwischen Canada und Deutschland herumfliegen und als wir gestern und heute auf dieses Thema zu sprechen kamen, hörte ich : "Nein Paula, du kannst nicht einfach weggehen! Du bist ein Teil von uns, du bist schon richtig kanadisch, ich vergesse immer, dass du aus Deutschland kommst. Ich kann hier nicht mehr ohne dich leben, ich weiß nicht, wie das war" und in solchen Momenten habe ich Tränen in den Augen, die am liebsten heraus kullern würden. Ich bin so glücklich, so gute Freunde kennengelernt zu haben und auch ich kann mir nicht mehr vorstellen, ohne sie zu leben. Gestern habe ich nach dem Abendessen noch ewig mit meiner Mom geredet und sie hat mich gefragt, was ich an meinem Jahr hier am besten gefunden habe und anstatt mit einer Sache zu antworten, habe ich ihr die letzten 8 Monate und ein paar Tage zusammengefasst, da echt alles ein total wichtiger Teil meines Traums, der Wirklichkeit geworden ist, ist!
Mittwoch, 4. Mai 2016
Samstag, 26. März 2016
99 Tage sind noch übrig
Ich kann mich noch ganz genau an die ersten Monate hier erinnern. Ich habe am 5. Dezember einen Post veröffentlicht, in dem ich geschrieben habe, dass ich schon 100 Tage in Canada bin. Der Tag war für mich vergleichbar mit einem Feiertag, da ich mich so gefreut habe, dass ich es geschafft hatte so lange ohne große Probleme zurecht zu kommen.Es kam mir irgendwie wie eine ewig lange Zeit vor, bis ich tatsächlich 100 Tage hier war und trotzdem ist sie einfach so verflogen.
Jetzt weiß ich wie schnell 100 Tage vergehen und es ist unglaublich komisch, dass ich in 99 Tagen im Flugzeug sitze und in 100 Tagen wieder in Deutschland sein werde.
Gerade in den letzten zwei Wochen habe ich mich ein paar mal gefragt, ob ich etwas falsch mache, da ich meine Ferien leider hauptsächlich alleine verbracht habe. Aber warum? Es sind doch Ferien und eigentlich müsste jeder Zeit haben, in Deutschland schaffe ich es doch auch mich mehr als einmal mit Freunden zu treffen, wenn ich nicht im Urlaub bin natürlich. Genau das ist der Punkt; grob die Hälfte meiner Freunde waren bzw. sind gar nicht in Canada, da sie mit ihren Familien im Urlaub sind. Es gibt natürlich auch einige, die zwar in Canada sind, aber ihre Großeltern besuchen gehen, oder die Familie zusammen Zeit verbringt und dann gibt es noch andere Freunde. Meine Freunde hier haben ja auch noch andere Freunde. Freunde mit denen sie noch enger befreundet sind und mit denen sie ihrer "Restzeit", die neben dem Urlaub noch bleibt, lieber verbringen wollen als mit mir und das kann ich ihnen ja eigentlich auch nicht übel nehmen, da sie diese einfach schon länger kennen und beste Freunde sind. Ich wollte nur mal gesagt haben, dass eben nicht alles so einfach ist mit den Freundschaften hier, da man in 7 Monaten nicht eine super enge Beziehung zu Leuten aufbauen kann, die man davor noch nie in seinem Leben gesehen hat, oder zu mindest ich habe das nicht geschafft. Am Mittwoch habe ich mich aber mit Faith getroffen und dann sind noch spontan Ashley und deren Freundin Annika, die auch echt nett ist, vorbei gekommen. Wir haben zusammen gebacken und viel gelacht und das war ein wunderschöner Tag.
Ich glaube, dass das etwas ist, das ich gelernt habe. Ich muss mich mehr über die kleinen Dinge freuen, über schöne Augenblicke, über Sonnenstrahlen, die die Regentropfen glänzen lassen.
Jetzt weiß ich wie schnell 100 Tage vergehen und es ist unglaublich komisch, dass ich in 99 Tagen im Flugzeug sitze und in 100 Tagen wieder in Deutschland sein werde.
Gerade in den letzten zwei Wochen habe ich mich ein paar mal gefragt, ob ich etwas falsch mache, da ich meine Ferien leider hauptsächlich alleine verbracht habe. Aber warum? Es sind doch Ferien und eigentlich müsste jeder Zeit haben, in Deutschland schaffe ich es doch auch mich mehr als einmal mit Freunden zu treffen, wenn ich nicht im Urlaub bin natürlich. Genau das ist der Punkt; grob die Hälfte meiner Freunde waren bzw. sind gar nicht in Canada, da sie mit ihren Familien im Urlaub sind. Es gibt natürlich auch einige, die zwar in Canada sind, aber ihre Großeltern besuchen gehen, oder die Familie zusammen Zeit verbringt und dann gibt es noch andere Freunde. Meine Freunde hier haben ja auch noch andere Freunde. Freunde mit denen sie noch enger befreundet sind und mit denen sie ihrer "Restzeit", die neben dem Urlaub noch bleibt, lieber verbringen wollen als mit mir und das kann ich ihnen ja eigentlich auch nicht übel nehmen, da sie diese einfach schon länger kennen und beste Freunde sind. Ich wollte nur mal gesagt haben, dass eben nicht alles so einfach ist mit den Freundschaften hier, da man in 7 Monaten nicht eine super enge Beziehung zu Leuten aufbauen kann, die man davor noch nie in seinem Leben gesehen hat, oder zu mindest ich habe das nicht geschafft. Am Mittwoch habe ich mich aber mit Faith getroffen und dann sind noch spontan Ashley und deren Freundin Annika, die auch echt nett ist, vorbei gekommen. Wir haben zusammen gebacken und viel gelacht und das war ein wunderschöner Tag.
Ich glaube, dass das etwas ist, das ich gelernt habe. Ich muss mich mehr über die kleinen Dinge freuen, über schöne Augenblicke, über Sonnenstrahlen, die die Regentropfen glänzen lassen.
Freitag, 18. März 2016
Term 2 ist vorbei, Basketball und endlich Spring Break
Der zweite Term ist zu Ende und es gab auch schon die Report Card, das Zeugnis. Dieser Term war bei mir nicht ganz so gut wie der erste, aber ich bin trotzdem noch sehr zufrieden. Das einzige Fach was echt nicht gut ist, ist English, aber sogar einige Muttersprachler bestehen den Kurs meines Englischlehrers nicht, aber ich habe ihn ja zum Glück gerade so bestanden.
- Francais Langue Seconde-Immersion 11: A mit 86% (davor A mit 86%)
- English 10: C- mit 52% (davor C+ mit 67%)
- Mathematics 10 Foundations: B mit 79% (davor B mit 78%)
- Physical Education 10: B mit 77% (davor B it 76%)
- Studio Arts 11; Ceramics and Sculpture: A mit 92% (davor A mit 100%)
- Science 10: A mit 94% (davor A mit 96%)
- Social Studies 10: B mit 84% (davor A mit 88%)
- ELL English Language Development-Level 3: A mit 91% (davor A mit 95%)
Letzte Woche Mittwoch haben die Endspiele der Basketball Provincials angefangen und da unsere Senior Boys so weit gekommen waren, wurde ein kleiner Ausflug für interessierte Schüler angeboten. Ich wollte mir das Spiel natürlich nicht entgehen lassen, sodass ich am Mittwoch dann die letzte Schulstunde und noch einen Teil meines Nachmittages im Langley Events Center damit verbracht habe, unsere Senior Boys anzufeuern. Zum Glück konnten sie dieses und noch ein weiteres Spiel für sich entscheiden, da sie damit die Möglichkeit hatten, ihr Können im Halbfinale der Championships gegen die Kelowna Owls unter Beweis zu stellen. Leider haben sie die Mannschaft, die in der gesamten Saison noch keine Niederlage hatte, nicht schlagen können. Am Samstagabend war ich dann erneut mit Freundinnen im Langley Events Center und das Spiel um Platz 3 war unglaublich spannend. Im Endeffekt haben, denke ich, nur die Zurufe und der Applaus dazu geführt, dass unser Senior Boys Team, die Walnut Grove Gators, das Spiel mit 2 Punkten Vorsprung gewonnen hat und damit einen mehr als verdienten 3. Platz in den BC Senior Boys Basketball Championships belegt hat. Im Anschluss habe ich mir dann noch das Finale angeschaut und die Sieger der Saison sind - wie könnte es anders sein- die Kelowna Owls, die mit einem deutlichen Vorsprung gewonnen haben.
Jetzt habe ich gerade Spring Break und muss erst in zwölf Tagen in die Schule. Die ersten Tage habe ich mit ausschlafen, mit meiner Family spazieren gehen und mit ausruhen verbracht. Gestern war ich mal wieder in Vancouver Downtown shoppen. Da das Wetter im Moment so unglaublich gut ist, bin ich auch noch ein bisschen spazieren gegangen und ich habe einige Fotos gemacht. Mein Lieblingsmotiv waren eindeutig die Kirschblüten! Ich liebe den Frühling und bin gleich viel glücklicher, wenn ich morgens die Vögel zwitschern höre, wenn die Sonne wieder scheint und damit dem Regen zu mindest für ein paar Tage besiegt, wenn es endlich wieder länger hell ist und wenn es in den Straßen durch all die blühenden Bäume wieder bunter wird.
Sonntag, 28. Februar 2016
Es liegen weniger Monate vor mir als hinter mir
Ich weiß, dass ich angekündigt hatte, alle zwei Wochen Wochenrückblicke zu schreiben. Ich habe mich mit der Idee im Endeffekt nicht anfreunden können und das aus hauptsächlich zwei Gründen. Der zweite Term ist jetzt schon zu Ende und vor dem Notenschluss mussten alle Projekte und Hausaufgaben eingereicht werden. Schulisch gesehen hatte ich also enorm viel zu tun. Der zweite Grund ist, dass das Wetter endlich mal eine kleine Regenpause eingelegt hat und ich insgesamt mehr mit kanadischen Freunden unternommen habe. Einen Sleepover veranstalten, Sushi essen und nach der Schule einfach noch ein bisschen im Community Center rumsitzen sind hier so typische Dinge, die man mit Freunden macht.
Heute sind es genau 6 Monate, die verflogen sind. Ein komisches Gefühl ist das schon, jetzt darüber nachzudenken, dass man die Halbzeit überschritten und damit weniger Zeit vor als hinter sich hat.
Es sind so ganz alltägliche Dinge bei denen ich feststell, dass mich dieses Thema mit der Zeit verfolgt. Gestern war ich shoppen und neben zwei T-Shirts brauchte ich auch noch neue Zahnpasta. Sollte ich 2 Packungen für $ 5 kaufen, oder doch lieber nur eine und dafür dann (nur den Einzelpreis betrachtet) ein paar Cent mehr bezahlen? Im Endeffekt habe ich mich für nur eine Packung entschieden, da mir diese wahrscheinlich jetzt bis zum Ende meines Aufenthaltes ausreichen wird - schade eigentlich, aber so ist das eben. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr gut, oder wenigstens nicht mehr gut genug für andere, beschreiben kann, wie ich mich hier fühle und was ich so mache. Meinen Alltag in Deutschland zu beschreiben, fände ich auch merkwürdig. Hier ist das jetzt auch so. Alles ist ganz normal und trotzdem verwirrend, sodass meine Gefühlslage auch nicht mehr gut einzuordnen ist. Vor einem Monat habe ich versucht über WhatsApp auszudrücken, wie ich mich fühle. Der Emoji, den ich dazu benutzt habe, war das Küken. Klingt komisch...macht aber irgendwie viel Sinn. Zu mindest für mich. Das Küken also...einfach nur, weil es so frei, unbeholfen und froh aussieht. Ich bin ausgeflogen in die große weite Welt, ich war ein bisschen hilflos und ungeschickt und jetzt bin ich glücklich. Vielleicht versteht man was ich meine und wenn nicht, dann eben nicht.
Ich muss jetzt mein Licht ausmachen und schlafen gehen, da morgen schon wieder Montag ist und damit eine neue Woche, von der ich mir erhoffe, dass sie langsamer umgeht, anbricht.
Lasst mir gerne Kommentare mit Fragen und / oder Anregungen zu neuen Posts da.
Heute sind es genau 6 Monate, die verflogen sind. Ein komisches Gefühl ist das schon, jetzt darüber nachzudenken, dass man die Halbzeit überschritten und damit weniger Zeit vor als hinter sich hat.
Es sind so ganz alltägliche Dinge bei denen ich feststell, dass mich dieses Thema mit der Zeit verfolgt. Gestern war ich shoppen und neben zwei T-Shirts brauchte ich auch noch neue Zahnpasta. Sollte ich 2 Packungen für $ 5 kaufen, oder doch lieber nur eine und dafür dann (nur den Einzelpreis betrachtet) ein paar Cent mehr bezahlen? Im Endeffekt habe ich mich für nur eine Packung entschieden, da mir diese wahrscheinlich jetzt bis zum Ende meines Aufenthaltes ausreichen wird - schade eigentlich, aber so ist das eben. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr gut, oder wenigstens nicht mehr gut genug für andere, beschreiben kann, wie ich mich hier fühle und was ich so mache. Meinen Alltag in Deutschland zu beschreiben, fände ich auch merkwürdig. Hier ist das jetzt auch so. Alles ist ganz normal und trotzdem verwirrend, sodass meine Gefühlslage auch nicht mehr gut einzuordnen ist. Vor einem Monat habe ich versucht über WhatsApp auszudrücken, wie ich mich fühle. Der Emoji, den ich dazu benutzt habe, war das Küken. Klingt komisch...macht aber irgendwie viel Sinn. Zu mindest für mich. Das Küken also...einfach nur, weil es so frei, unbeholfen und froh aussieht. Ich bin ausgeflogen in die große weite Welt, ich war ein bisschen hilflos und ungeschickt und jetzt bin ich glücklich. Vielleicht versteht man was ich meine und wenn nicht, dann eben nicht.
Ich muss jetzt mein Licht ausmachen und schlafen gehen, da morgen schon wieder Montag ist und damit eine neue Woche, von der ich mir erhoffe, dass sie langsamer umgeht, anbricht.
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Sonntag, 31. Januar 2016
Was ich so vom 18.01.2016 bis zum 31.01.2016 gemacht habe
Die ersten drei Tage der vorletzten Woche, waren ganz normale Schultage, außer, dass ich am Dienstag nach der Schule zum Environmental Club gegangen bin, da mich drei Freundinnen dazu überredet hatten. Wir haben dort über erneuerbare Energie geredet und es wurde ein Gruppenbild für das Jahrbuch gemacht. Donnerstag war schulisch gesehen ein richtig guter Tag, da ich sowohl 15/15 Punkte in einem französisch Test, als auch zwei sehr gute Socials-Arbeiten zurück bekommen habe. In Socials kam der Konrektor mit Urkunden in der Hand ins Klassenzimmer. Er hat uns von den "Honour Rolls" erzählt und die neuen Regeln für das Erhalten einer solchen Urkunde erklärt. Alle Schüler, die im ersten Term mehr als 80% insgesamt im Zeugnis hatten, haben eine Urkunde, einen Magneten, und ich zitiere unseren Vice-Pricipal Mister Kitteringham: "Smarties for the Smarties" bekommen und es wurde, wie könnte es anders sein, ein Gruppenfoto von uns gemacht. Das einzige, was am Donnerstag schulisch nicht so gut gelaufen ist, war ein Inclass-Paragraph in Englisch über das Buch "To kill a Mockingbird", aber das ist auch egal. Am Freitag und Samstag habe ich mich hauptsächlich ausgeruht und nichts getan. Sonntags habe ich mich mit Karla getroffen und wir haben einfach mal wieder die ganze Zeit geredet. Am Montag Nachmittag sind wir nach Fort Langley gefahren und waren dort Sushi essen. Der 26.01. war wieder recht spannend im Vergleich zu den anderen Tagen. Nachdem ich in der letzten Stunde noch einen Loop rennen musste, bin ich klitschnass, da es leider bis heute mehr oder weniger ununterbrochen regnet, mit anderen Internationals, zwei Kanadierinnen und einem Lehrer, im Schulbus nach Vancouver gefahren. Nachdem wir ein bisschen in der Stadt herumgelaufen sind und etwas gegessen haben, sind wir alle zusammen zur Rogers Arena gelaufen. Wir hatten Karten für ein Eishockey-Spiel, das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Die Vancouver Canucks haben gegen die Nashville Predators gespielt, aber trotz zahlreicher "Anfeuerungsversuche" 1:2 verloren. Kurz bevor das Spiel losging sind Kailyn und ich aber ganz nach unten zur Eisfläche gegangen. Dort haben wir Fotos gemacht, während sich die Hockeyspieler aufgewärmt haben, das war echt cool, da unsere Sitzplätze ganz oben waren, man aber eigentlich trotzdem genug gesehen hat. Wir sind dann abends erst um 22:30 Uhr an der Schule angekommen und dementsprechend müde war ich dann auch am nächsten Tag. Am Donnerstag habe ich ja sogar einen Post hochgeladen, da ich genau an dem Tag vor 5 Monaten in Canada angekommen bin. Am letzten Freitag waren wir Austauschschüler alle zusammen Sushi essen (ja das ist hier irgendwie Grundnahrungsmittel Nummer 1 :D), da wir uns von zwei deutschen Jungs verabschieden mussten. Das war schon sehr traurig, vor allem, als sie auf meiner Canada-Flagge unterschrieben haben, um sich quasi zu verewigen. Gestern habe ich dann aber den einen Jungen doch noch einmal gesehen, da ich gemeinsam mit ihm, einer Kanadierin und einer Brasilianerin nach Vancouver gefahren bin. Wir waren shoppen und zusammen Mittag essen, was echt ein schöner "Abschluss" war. Heute habe ich eigentlich nicht wirklich etwas besonderes gemacht, sondern eher etwas herumgetrödelt, was auch der Grund ist, weshalb ich jetzt noch einen ordentlichen Haufen Hausaufgaben zu erledigen habe.
Donnerstag, 28. Januar 2016
Es ist tatsächlich HALBZEIT...
...und ohne es wirklich zu wollen, denke ich darüber nach, dass ich bald wieder zu Hause bin. Obwohl ich noch gute 5 Monate vor mir liegen habe, kann ich den Gedanken nicht unterdrücken, mir vorzustellen, wie das dann wohl sein wird. Ich will das eigentlich gar nicht, da mich dieser Gedanke traurig macht, aber jetzt weiß ich, wie schnell 5 Monate umgehen können. Für 3 Austauschschüler an meiner Schule heißt es in 2 Tagen Abschied nehmen, von dieser kostbaren Zeit hier in Canada. Sie setzen sich dann in den Flieger und der Traum ist vorbei -einfach so. Oder vielleicht fängt der Traum dann erst an, da man aus dem Alltag, aus der Realität gerissen wird und es nicht einordnen kann, wieder ganz zu Hause zu sein und es sich dann so anfühlt, als wäre Canada nur ein Traum gewesen. Ich kann nicht wissen wie das sein wird, deshalb darf ich darüber eigentlich auch nicht nachdenken und mir weder den Abschied noch die Ankunft in Deutschland versuchen vorzustellen. Ich muss das auf mich zukommen lassen und einfach mal abwarten. 5 Monate noch, nur noch besser gesagt, denn die Zeit fliegt immer noch, auch wenn ich schon oft versucht habe, sie anzuhalten.
Ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden habe 10 Monate hier zu bleiben, denn ich würde sagen, dass es bei mir schon etwa 2,5 bis 3 Monate gedauert hat, bis ich mich wirklich so zu 99,9% eingelebt habe, bis ich meinen Platz in der Familie und meinen Freundeskreis wirklich gefunden habe. Ich habe schon viel erlebt, das möchte ich nicht bestreiten, aber ich hätte wahrscheinlich noch mehr erleben können. Immer dann, wenn ich einfach mal für mich sein möchte, habe ich das Gefühl, dass das die falsche Entscheidung ist, aber teilweise liegt es auch an dem regnerischen Wetter und meiner etwas ungünstigen Wohnlage, da ich entweder 40 Minuten zur nächsten Bushaltestelle laufen müsste, oder eben immer meine Gasteltern, die auch noch genug anderes zu tun haben, fragen müsste. Größtenteils liegt es aber echt an mir, da ich nach der Schule immer platt bin, geplättet von neuen Eindrücken, Erkenntnissen und Erfahrungen könnte man sagen.
Ich habe schon viel gelernt, über den "Canadian way of life", die Leute hier, die Sprache, am allermeisten aber, über mich selbst. In 5 Monaten lasse ich all das hier liegen, was ich mir aufgebaut habe, was ich mir mit anderen aufgebaut habe und was andere für mich aufgebaut haben. Es gibt so viele Menschen, denen ich dankbar bin, für alles, was mir hier bisher passiert ist. Die nächsten 5 Monate möchte ich, mit genau den Menschen, genießen, ich möchte meine Zeit hier ausnutzen mit meinen Freunden und meiner Familie. Jetzt ist schon wieder Ende Januar, es ist absurd, aber der Fakt, dass der Frühling immer näher kommt ist eigentlich auch schön, da ich dann noch einmal andere Sachen erleben werde als Regentage in der Mall zu verbringen, da ich dann noch mehr raus in die Natur, die hier in Canada einfach wunderschön ist, gehen werde und darauf freue ich mich schon sehr.
Wenn man mich jetzt fragen würde, ob sich meine Erwartungen bestätigt haben, sage ich nein. "Nein" heißt aber in dem Fall nicht, dass das etwas negatives ist. Hier ist alles anders geworden, oder zu mindest nicht genau so wie ich es mir vorgestellt habe und das hat oft mit Zeit zu tun. Zeit ist wohl eines der Wörter, die meinen ganzen Aufenthalt hier in Canada bis jetzt am besten beschreiben und das wird sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern. Zeit ist wertvoll und sie ist vergänglich, in irgendeiner Form zu mindest. 5 Monate sind vergangen und weitere 5 Monate werden vergehen. Ich habe erneut gelernt, dass es Zeit braucht, bis Freundschaften entstehen; dass es Zeit braucht, bis man seine Gastfamilie "Zweitfamilie" nennt und sogar, bis man herausgefunden hat, welche Cookies in der Schul-Cafeteria am besten schmecken.
Ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden habe 10 Monate hier zu bleiben, denn ich würde sagen, dass es bei mir schon etwa 2,5 bis 3 Monate gedauert hat, bis ich mich wirklich so zu 99,9% eingelebt habe, bis ich meinen Platz in der Familie und meinen Freundeskreis wirklich gefunden habe. Ich habe schon viel erlebt, das möchte ich nicht bestreiten, aber ich hätte wahrscheinlich noch mehr erleben können. Immer dann, wenn ich einfach mal für mich sein möchte, habe ich das Gefühl, dass das die falsche Entscheidung ist, aber teilweise liegt es auch an dem regnerischen Wetter und meiner etwas ungünstigen Wohnlage, da ich entweder 40 Minuten zur nächsten Bushaltestelle laufen müsste, oder eben immer meine Gasteltern, die auch noch genug anderes zu tun haben, fragen müsste. Größtenteils liegt es aber echt an mir, da ich nach der Schule immer platt bin, geplättet von neuen Eindrücken, Erkenntnissen und Erfahrungen könnte man sagen.
Ich habe schon viel gelernt, über den "Canadian way of life", die Leute hier, die Sprache, am allermeisten aber, über mich selbst. In 5 Monaten lasse ich all das hier liegen, was ich mir aufgebaut habe, was ich mir mit anderen aufgebaut habe und was andere für mich aufgebaut haben. Es gibt so viele Menschen, denen ich dankbar bin, für alles, was mir hier bisher passiert ist. Die nächsten 5 Monate möchte ich, mit genau den Menschen, genießen, ich möchte meine Zeit hier ausnutzen mit meinen Freunden und meiner Familie. Jetzt ist schon wieder Ende Januar, es ist absurd, aber der Fakt, dass der Frühling immer näher kommt ist eigentlich auch schön, da ich dann noch einmal andere Sachen erleben werde als Regentage in der Mall zu verbringen, da ich dann noch mehr raus in die Natur, die hier in Canada einfach wunderschön ist, gehen werde und darauf freue ich mich schon sehr.
Wenn man mich jetzt fragen würde, ob sich meine Erwartungen bestätigt haben, sage ich nein. "Nein" heißt aber in dem Fall nicht, dass das etwas negatives ist. Hier ist alles anders geworden, oder zu mindest nicht genau so wie ich es mir vorgestellt habe und das hat oft mit Zeit zu tun. Zeit ist wohl eines der Wörter, die meinen ganzen Aufenthalt hier in Canada bis jetzt am besten beschreiben und das wird sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern. Zeit ist wertvoll und sie ist vergänglich, in irgendeiner Form zu mindest. 5 Monate sind vergangen und weitere 5 Monate werden vergehen. Ich habe erneut gelernt, dass es Zeit braucht, bis Freundschaften entstehen; dass es Zeit braucht, bis man seine Gastfamilie "Zweitfamilie" nennt und sogar, bis man herausgefunden hat, welche Cookies in der Schul-Cafeteria am besten schmecken.
Danke, dass ihr immer da seid!
Sonntag, 17. Januar 2016
Jeden 2. Sonntag kommt ein Post...
Da es mich selbst auch stört, wenn die Posts nur so unregelmäßig kommen, habe ich mir überlegt, dass ich auf jeden Fall jeden 2. Sonntag eine Art Wochenrückblick, der zwei Wochen beschreibt, veröffentliche. Zwischendrin werden aber weiterhin Posts über Jubiläen, Gedanken und besondere Eindrücke erscheinen.
Wochenrückblick: 04.01.2016 bis 17.01.2016
Am 4. Januar hat bei mir die Schule wieder angefangen. Auch wenn Ferien natürlich richtig entspannend sind, habe ich mich irgendwie gefreut wieder in die Schule zu gehen, da ich endlich alle meine Freunde wieder gesehen habe.
In English lesen wir jetzt ein neues Buch und ich hoffe echt, dass das nicht so schlimm wird wie "The Chrysalids", welches wir vor den Ferien gelesen haben. "To kill a Mockingbird" soll wenigstens leichter zu verstehen sein...ich bin gespannt.
Ansonsten hat sich die Schulwoche nicht wirklich von den anderen unterschieden, außer, dass die Sonne endlich mal wieder geschienen hat und dass ich am Freitag nur den halben Tag in der Schule sein musste. Der Grund dafür war, dass meine Mutter am 8. Januar nach Vancouver gekommen ist. An dem Freitag sind wir dann in Vancouver rumgelaufen, haben Bilder gemacht, und waren natürlich shoppen. Samstags war das Wetter in Vancouver so unglaublich gut, dass wir uns dazu entschieden haben, einen langen Spaziergang um den Stanley Park zu machen. Abends kam dann meine Gastfamilie und wir sind alle zusammen in ein Restaurant gegangen, das war echt schön, dass wir alle zusammen waren. Am Sonntag Vormittag musste ich mich dann schon wieder von meiner Mama verabschieden, aber es war echt ein wunderschönes Wochenende.(Danke an dich, Mama) Am Sonntag Abend war ich mit zwei Freundinnen Sushi essen und ich habe gleich mal einige deutsche Süßigkeiten abgegeben :D.
Diese Woche war eigentlich auch wieder eine ganz normale Woche, in der ich wieder eine Science Arbeit und zwei Mathe Tests schreiben musste. Am Mittwoch kamen meine Ceramics Projekte auf dem Ofen und ich bin echt stolz auf die Ergebnisse, die ihr euch in der Rubrik "Bilder" anschauen könnt. Am Donnerstag hatten wir nur einen kurzen Schultag, an dem Karla und ich nach der Schule Sushi und Frozen Yogurt gegessen haben.
Da die Lehrer einen Fortbildungstag hatten, war am Freitag schulfrei. Morgens habe ich 5 Stunden mit Freunden geskyped und dann haben meine Gastgeschwister und ich "Mensch ärgere dich nicht" gespielt. Am Nachmittag war ich dann mit Freunden bei Tim Horten's und anschließend im Kino in "Sisters", der ein echt witziger Film war. Als ich dann nach Hause kam, waren meine Gastcousinen bei uns und wir haben alle zusammen "Grey's Anatomy" geschaut. Gestern wollte ich mich eigentlich mit einer Freundin treffen, die dann aber leider doch keine Zeit hatte. Wir haben dann ausgemacht, dass wir uns heute treffen und deshalb war ich dann gestern hauptsächlich mit Hausaufgaben beschäftigt, die ich sonst heute gemacht hätte.
Dieser Blogeintrag war nun wirklich nicht all zu interessant, aber so sieht er nach knapp 5 Monaten eben aus. Mein Alltag.
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