Sonntag, 29. November 2015
3 Monate
Es sind schon 3 Monate vergangen, seitdem ich bei meiner Gastfamilie eingezogen bin! Als ich mich damals dazu entschieden habe, 10 Monate ins Ausland zu gehen, kam mir das wie eine halbe Ewigkeit vor. Werde ich mich in meiner neuen Heimat einleben, zurechtfinden und wohlfühlen? Werde ich Freunde finden, mit denen ich auch nach der Schule mal etwas unternehme? Wie ist das, wenn ich mehr oder weniger auf mich allein gestellt bin? Natürlich hatte ich ein bisschen Bammel davor, dass das alles nicht klappt und mir die 10 Monate ewig lang vorkommen werden, aber jetzt würde ich mir wünschen, dass es alles etwas länger dauert, dass die Zeit sich Zeit lässt. Irgendjemand hat das alles mal in einen guten Satz verpackt: "Die Tage vergehen so langsam, doch die Wochen vergehen so schnell." und das ist einfach wahr! Ich habe Freunde gefunden und mich unglaublich gut eingelebt. Das ist ein wunderbares Gefühl, wenn man sich wohlfühlt, aber es ist einfach merkwürdig, sich vorzustellen, das alles in 7 Monaten aufgeben zu müssen und meine Freunde und Gastfamilie verlassen zu müssen, aber jetzt heißt es erst einmal, die restliche Zeit weiterhin zu genießen.
Sonntag, 15. November 2015
Englisch, die Schule und die Zeit, die davon fliegt...
Jetzt lebe ich hier. Seit ziemlich genau 80 Tagen und ich habe mich eingelebt und zwar richtig gut.
Englisch war absolut nicht mein Lieblingsfach in Deutschland. Ich mochte es nicht auf englisch zu reden, da ich Angst hatte etwas falsch zu machen. "Wieso gehst du nach Canada, wenn du es nicht einmal magst, die Sprache zu sprechen? - Das ist eine unglaublich berechtigte Frage und eine zufriedenstellende Antwort habe ich eigentlich auch nicht. Den Leuten, die mir gesagt haben, dass ich über meinen Schatten springen soll und dass das doch gar nicht so schwer ist , habe ich nur mit einem Ohr zugehört und das Gesagte versucht zu ignorieren. Im Endeffekt bin ich über meinen Schatten gesprungen, da ich wollte, dass ich das behaupten kann, was ich gleich schreibe, und bin froh darüber, dass ich meinen Mut zusammengenommen habe. Ich spreche englisch, jeden Tag, ich träume englisch, jede Nacht. Ich weiß nicht, was mein Problem war, wirklich nicht, da es mir sogar Spaß macht, mich auf englisch zu unterhalten. Ganz am Anfang war es ungewohnt, die ganze Zeit englisch zu hören, zu lesen, zu sprechen und zu denken. Jetzt ist es total merkwürdig, deutsch zu hören und zu sprechen. Ich muss nicht mehr großartig darüber nachdenken, wie ich das, was ich sagen möchte, am Besten auf englisch ausdrücke. Natürlich ist es noch lange nicht perfekt und manchmal sage ich einen Satz zweimal hintereinander, um sicher zu stellen, dass die Person, mit der ich rede, auch wirklich versteht, was ich sagen möchte, aber das ist nicht schlimm, also überhaupt gar nicht schlimm. Ich fühle mich wohl, wenn ich englisch spreche und noch wohler fühle ich mich natürlich dann, wenn mich jemand dafür lobt, dass ich diesen Schritt gewagt habe und dass ich jetzt schon richtig gut und angeblich auch ziemlich flüssig englisch spreche. Ich wollte mich dafür bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, temporär hier hinzuziehen, um meine Stärken und Schwächen besser kennen zu lernen, so wie, um meine Bedenken zu überwinden.
In der Schule läuft es eigentlich auch ganz gut. Eigentlich, weil ich mit dem regulären Englischunterricht noch so meine Probleme habe, da ich den einfach mit unserem Deutschunterricht vergleichen muss und das Niveau nicht gerade niedrig ist. In Mathe nehmen wir Stoff durch, den wir letztes Jahr schon gelernt haben und den ich zur Abwechslung sogar relativ gut verstehe. Science läuft super (nein, das war tatsächlich nicht ironisch gemeint) und ELL auch. French Immersion klappt bis jetzt auch sehr gut und ich finde sogar Socials nicht mehr so schlimm wie am Anfang und da hatte ich auch 81% in der letzten Arbeit und da musste ich 8 Begriffe erklären und 2 Paragraphen schreiben. Sport und Kunst ist immer richtig cool, da ich mich da mit meinen Mitschülern so gut verstehe. Insgesamt gefällt mir hier die Schule echt immer noch besser und ich werde die kommenden 7 1/2 Monate noch mindestens genau so genießen wie die vergangenen 2 1/2.
Das Wetter hier ist so mittelmäßig, da es die meiste Zeit regnet. Das hat allerdings dazu geführt, dass ich letztes Wochenende in der Metrotown-Mall war und von der Weihnachtszeit begrüßt wurde :D...ne wirklich, das war echt komisch, da alles schon weihnachtlich dekoriert wurde. Vorletzte Woche noch Halloween und jetzt schon Mitte November und bald Weihnachten.
Die Zeit fliegt, immer schneller und schneller und das Gefühl, gegen die Zeit anrennen zu müssen macht mich verrückt.
Montag, 2. November 2015
"Halloweek" und Halloween am 31. Oktober
"Halloweek" wurde die Woche vor Halloween an unserer Schule genannt. Die Mitglieder vom Student Council haben sich ein Programm für die Woche ausgedacht. Am Mittwoch gab es ein Pumpkinpie-Wettessen, am Donnerstag hat ein Karaoke-Contest in der Mittagspause stattgefunden und am Freitag war Dress-up-Day. Es haben sich einige Schüler verkleidet, aber vor allem die Lehrer haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Die Französisch Lehrer kamen als "French Toast", die Kunstlehrer waren als Minions verkleidet, die Englisch Lehrer haben verschiedene Sprichwörter verkörpert und die Lehrer, die Naturwissenschaften unterrichten waren Elemente des Periodensystems. Meine Science Lehrerin hat das Element "Neon" dargestellt und hatte Klamotten in knalligen Farben an, ein anderer Chemielehrer war "Aluminium" und hat sein Gesicht mit silber-metallischer Schminke angemalt und sein T-Shirt mit Alufolie beklebt und ein wieder anderer Lehrer war das Element "Einsteinium". Er hatte eine Einsteinmaske und einen weißen Laborkittel an. Das war auf jeden Fall ein cooler Tag und es war sehr interessant zu sehen, was sich die Schüler und Lehrer alles haben einfallen lassen.
Am Samstag, den 31. Oktober war Halloween und ich habe mich gefühlt wie ein kleines Kind.
Am Sonntag bin ich dann um 11:00 wieder aufgewacht und dann haben wir um 13:20 Pancakes, Ahornsirup, Joghurt, Rührei und Brötchen gefrühstückt.
Wie ich finde, war das ein sehr cooles Wochenende und ich freue mich schon auf all die, die noch folgen werden.
Am Samstag, den 31. Oktober war Halloween und ich habe mich gefühlt wie ein kleines Kind.
Paula, 15 Jahre alt, lag im Candykoma!
Wir haben uns nachmittags getroffen und waren zusammen Sushi essen, danach sind wir zu Sophie gelaufen und haben uns verkleidet und geschminkt. Dann haben wir noch ein Gruppenbild gemacht (könnt ihr in der Rubrik Bilder sehen) und sind als Hai, Pandabär, Edward mit den Scherenhänden, Vampir und Katze los gelaufen, um in der Nachbarschaft fleißig Süßigkeiten zu sammeln. "Trick or Treat" haben wir an so einigen Haustüren gesagt und sind unter den kleinen Kindern dann doch eher aufgefallen, aber das war uns egal, da es ja darum geht, dass man Spaß hat. Als wir dann wieder bei Sophie angekommen sind, haben wir kurz etwas gegessen und dann haben wir alle Süßigkeiten auf einen Haufen geschüttet und sie nach Sorten sortiert und einige, viele, sehr viele sind in unseren Mündern gelandet. Candykoma! Außerdem haben wir an dem Abend zwei Filme, darunter ein Horror-Film, geschaut, geredet, gelacht und Fotos gemacht. Wir waren bis 5:30 am (da bei uns erst in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhr umgestellt wurde, war es für uns eigentlich 6:30) wach und hatten eine richtig tolle Zeit zusammen.Am Sonntag bin ich dann um 11:00 wieder aufgewacht und dann haben wir um 13:20 Pancakes, Ahornsirup, Joghurt, Rührei und Brötchen gefrühstückt.
Wie ich finde, war das ein sehr cooles Wochenende und ich freue mich schon auf all die, die noch folgen werden.
Sonntag, 25. Oktober 2015
WE Day am 21. Oktober & Fright Night am 22. Oktober
WE Day
Am vergangen Mittwoch hat der WE Day in der 'Rogers Arena' in Vancouver stattgefunden.
"We Day is a celebration of youth making a difference in their local and global communities. We Schools is the yearlong program that nurtures compassion in young people and gives them the tools to create transformational social change.Together they offer young people the tools and the inspiration to take social action, empower others and transform lives—including their own." http://www.weday.com/Also das ist ein riesen Event für Mitglieder des 'Me2We' oder 'Free the Children' Clubs, um die Spendenprojekte des letzten Jahres und des kommenden Jahres zu feiern. Die Clubs sammeln mit diversen Projekten Spenden für Kinder in Entwicklungsländern, um beispielsweise Schulen zu bauen oder frisches Wasser bereitstellen zu können. Von unsere Schule durften 19 Leute mitfahren und ich hatte das große Glück dabei zu sein. In der Halle waren dann etwa 18000 Jugendliche und begleitende Lehrer, die sich die Reden von ganz verschiedenen Menschen, die in ganz verschiedenen Bereichen des Lebens aktiv sind, angehört und faszinieren lassen haben. Außerdem sind auch mehrere Bands aufgetreten was natürlich ein super cooles Erlebnis war.
Fright Night
Am Donnerstag Abend ging es für mich schon wieder nach Vancouver. Diesmal allerdings zum Playland, wo auch die PNE (hier der Blogpost zur PNE ) stattgefunden hat. Die Fright Night ist eine Gruselnacht mit sehr vielen Geisterhäusern und den ganzen Fahrgeschäften. Außerdem sind auf dem ganzen Gelände viele schrecklich aussehende Menschen herumgelaufen, die mich das ein oder andere Mal haben aufschreien lassen. Es war ein von der Schule organisierter Ausflug und wir hatten vor Ort etwa 3 Stunden Zeit, um uns zu fürchten :D. Ich bin sehr viele Fahrgeschäfte gefahren, unter anderem auch wieder 'Atmosfear' das super hohe Kettenkarussell und es war ja schon letztes mal atemberaubend, aber dieses Mal mussten wir erstens nicht so lange anstehen, da wir das gleich am Anfang gemacht haben und zweitens hat man die ganzen Lichter der Metropole Vancouver gesehen, was echt wunderschön aussah. Ich habe noch Zuckerwatte gegessen, aber wir haben es leider nicht geschafft in eins der Geisterhäuser zu gehen, da wir einfach zu wenig Zeit hatten. Es war auf jeden Fall ein gruseliger Abend und ich bin froh, dass ich mitgegangen bin.
Freitag, 23. Oktober 2015
8 Wochen
Es ist tatsächlich schon 8 Wochen her, seitdem ich hier bei meiner Gastfamilie eingezogen bin!
Ich habe meinen ersten Eintrag gepostet, als ich wusste, dass es noch 56 Tage dauert, bis ich im Flugzeug nach Vancouver sitzen würde. Ich habe meine Stimmung, meine Gefühle und meine Erlebnisse der vergangenen 8 Monate geschildert. Jetzt bin hier in Canada, seit etwa genau 56 Tagen, das sind keine 8 Monate, aber schon 8 Wochen. Diese 8 Wochen fühlen sich einerseits an wie 8 Monate, aber andererseits denke ich manchmal, dass ich gerade erst angekommen bin. Ich habe in dieser Zeit schon unglaublich viel erlebt, neue wundervolle Menschen getroffen und mich selbst besser kennengelernt. Man kann nur von einem Privileg sprechen, wenn man versucht sein Auslandsaufenthalt zu beschreiben. Eine einzigartige Möglichkeit, die nicht jeder bekommt, um die Welt und den Wert des Lebens mit anderen Augen zu sehen. Ich bin so dankbar, dass ich das alles erleben darf. Es gab schon mehrere Tiefs, aber eben auch immer Hochs, in meiner Zeit in Canada. Als es noch 56 Tage dauern sollte, bis ich nach Canada fliegen sollte, habe ich auch von den aller verschiedensten Gefühlslagen berichtet und ich kann euch sagen, dass das sich der Zustand bis jetzt noch nicht verändert hat.
Ok, das ist jetzt zwar ein Tag später hinzugefügt, aber mir ist vorhin aufgefallen, dass ich genau gestern vor einem Jahr meiner Mutter erzählt habe, dass ich ins Ausland möchte...:D. Das musste einfach noch hinzugefügt werden, weil irgendwie alles so am gleichen Tag passiert ist.
Ich habe meinen ersten Eintrag gepostet, als ich wusste, dass es noch 56 Tage dauert, bis ich im Flugzeug nach Vancouver sitzen würde. Ich habe meine Stimmung, meine Gefühle und meine Erlebnisse der vergangenen 8 Monate geschildert. Jetzt bin hier in Canada, seit etwa genau 56 Tagen, das sind keine 8 Monate, aber schon 8 Wochen. Diese 8 Wochen fühlen sich einerseits an wie 8 Monate, aber andererseits denke ich manchmal, dass ich gerade erst angekommen bin. Ich habe in dieser Zeit schon unglaublich viel erlebt, neue wundervolle Menschen getroffen und mich selbst besser kennengelernt. Man kann nur von einem Privileg sprechen, wenn man versucht sein Auslandsaufenthalt zu beschreiben. Eine einzigartige Möglichkeit, die nicht jeder bekommt, um die Welt und den Wert des Lebens mit anderen Augen zu sehen. Ich bin so dankbar, dass ich das alles erleben darf. Es gab schon mehrere Tiefs, aber eben auch immer Hochs, in meiner Zeit in Canada. Als es noch 56 Tage dauern sollte, bis ich nach Canada fliegen sollte, habe ich auch von den aller verschiedensten Gefühlslagen berichtet und ich kann euch sagen, dass das sich der Zustand bis jetzt noch nicht verändert hat.
Ok, das ist jetzt zwar ein Tag später hinzugefügt, aber mir ist vorhin aufgefallen, dass ich genau gestern vor einem Jahr meiner Mutter erzählt habe, dass ich ins Ausland möchte...:D. Das musste einfach noch hinzugefügt werden, weil irgendwie alles so am gleichen Tag passiert ist.
Sonntag, 18. Oktober 2015
Thanksgiving am 12. Oktober
Letzten Sonntag -ja ich weiß, dass das der 11. und nicht der 12. Oktober war- haben wir Thanksgiving gefeiert. Der offizielle Feiertag war am Montag (12. Oktober), aber wir haben uns eben schon Sonntags mit der ganzen Familie getroffen und wir haben ganz traditionell Truthahn gegessen. Stop!- Jetzt werden sich einige fragen, warum ich 'wir' gesagt habe, da ich ja eigentlich Vegetarierin bin, aber ich habe mir gedacht, dass ich für den Tag mal eine Ausnahme machen könnte. Jetzt war ich schon mal an Thanksgiving hier in Canada und wollte mit der ganzen Gastfamilie (bestehend aus Cousinen, Cousins, Tanten, Onkeln und Großeltern) dieses Fest feiern und da gehört eben auch der Truthahn dazu. Wir sind auf jeden Fall irgendwann nachmittags in die Nachbarstadt gefahren, um dort, im Haus meiner Gastcousinen, mit allen anderen das Thanksgiving Dinner zu essen. Meine Gastcousinen haben eine Austauschschülerin aus China bei sich und ich verstehe mich total gut mit ihr und meiner 16 jährigen Cousine, deshalb haben wir, nachdem ich endlich die ganze Familie kennengelernt habe (und mich ehrlich gesagt nur noch an ein paar Namen erinnern kann) die ganze Zeit geredet. Außerdem haben wir alle zusammen Spiele gespielt und dann gab es irgendwann etwas zu essen. Es gab; Truthahn, Ham, Bratensoße, Cranberrysoße, Kartoffelpüree, Stuffing, Karotten, Rosenkohl, Blumenkohl, Spargel und Salat und ich habe alles außer den Ham probiert, da ich ja gesagt hatte, dass ich nur eine Ausnahme für den Truthahn mache. Der Truthahn war eigentlich gar nicht so schlecht, aber ich bleibe dabei, dass mir Fleisch nicht fehlt. Zum Nachtisch gab es Pumpkin Pie, Pumpkin Pie Cheesecake und so einen Cookiekuchen und ich kann echt sagen, dass ich an dem Abend sehr satt ins Bett gefallen bin :D. Es war eine sehr schöne Feier und eine tolle Gelegenheit, um mit allen Familienmitgliedern ins Gespräch zu kommen.
Donnerstag, 15. Oktober 2015
Leute...da drüben ist ein Wal!
Der Überschrift widme ich mich gleich, aber erst einmal kurz, wie es dazu kam.
Unser Schuldisrikt hat je 3 Ausflüge pro Semester für die Internationals geplant und ich hatte das große Glück, gemeinsam mit etwa 29 anderen Austauschschülern der 8 Highschools in Langley, beim ersten Trip dabei zu sein. Wir haben uns am 1. Oktober ganz früh morgens getroffen, unser Gepäck in die Autos verteilt und uns dann auf den Weg gemacht. Das Ziel war erst einmal 'Horseshoe Bay', dort sind wir dann auf die Fähre gefahren und sind in Richtung Nanaimo (auf Vancouver Island) über das Wasser geschippert. Die Aussicht war einfach wundervoll und wir haben viele Fotos gemacht, die im Endeffekt doch alle ziemlich ähnlich aussehen...bis dann der Nebel kam und das war echt sehr gruselig, da wir trotz Kälte auf dem "Sonnendeck" der Fähre geblieben sind. Schiff - Nebel - ...richtig, das Nebelhorn; wir waren zu dritt draußen und plötzlich wurde es laut :D und wir sind so unglaublich erschrocken, aber da waren wir dann wenigstens wirklich wach. Irgendwann sind wir dann in Nanaimo angekommen. Dort haben wir unseren ersten Stop bei Tim Hortons gemacht, das ist vergleichbar mit Starbucks nur kanadisch und preiswerter, um uns für unsere Weiterreise nach Telegraph Cove, einem winzigen Dorf in Vancouver Island's Norden, zu stärken.
Dann sind wir nach Norden gefahren, haben Musik gehört, geredet, geschlafen und die Fahrt durch Canada's faszinierende Landschaft genossen. Irgendwann am späten Nachmittag sind wir dann angekommen und wurden, je nach Schule und Geschlecht, auf die verschiedenen Häuser aufgeteilt. Nachdem wir unser Gepäck ausgepackt hatten, haben wir uns noch kurz auf dem doch sehr überschaubaren Gelände von Telegraph Cove, was eigentlich nur eine Siedlung aus Ferienhäusern ist, umgeschaut und haben dann gegessen. Die Lehrer, die uns begleitet haben, haben jeden Tag für uns gekocht und wir haben das Wohnzimmer in deren Häuschen als Gemeinschaftsraum umfunktioniert und saßen noch den ganzen Abend zusammen vor dem Kamin, haben mit den anderen Austauschschülern geredet und S'Mores gegessen, das ist ein typisch kanadisch / amerikanischer Snack und besteht aus einem Stück Schokolade und einem gerösteten Marshmallow, die zwischen zwei Keksen eine Art Sandwich bilden. Irgendwann sind wir dann in unser Cabin gegangen und haben noch sehr lange geredet, bis wir dann total müde ins Bett gefallen sind.
Am 2. Oktober gab es Pancakes zum Frühstück <3 und dann haben wir uns auf den Weg zu 'Alert Bay' gemacht. Wir mussten nach einer circa 25 minütigen Autofahrt noch ungefähr 45 Minuten mit der Fähre zu der Insel fahren. Dort angekommen hat man schon gemerkt, dass es sich um eine Insel handelt, auf der hauptsächlich Ureinwohner wohnen und das schon ziemlich lange. Das Willkommensschild war ein, nach indianischer Kunst, geschnitzter und bunt bemalter Wal und es stand nicht nur "Willkommen in Alert Bay" auf englisch auf dem Schild, sondern, auch auf der Sprache des Ureinwohnerstammes, die ein wichtiger Bestandteil der Kultur ist, sodass der Satz sogar noch über dem Englischen Platz gefunden hat. Wir haben unser Lunch am Strand gegessen und sind dann in ein "Native-Museum" gegangen, wo uns erst einmal viel über die Traditionen und Lebensweisen der Ureinwohner erzählt wurde. Natürlich hatten wir dann auch noch Zeit, uns im Museum umzuschauen. Ich habe viel über den Stamm gelernt und über die Schulen, die nur für die Kinder der Ureinwohner da waren, was aber nichts gutes war, da die Kinder sehr hart arbeiten mussten, nur sehr wenig bis gar keinen Unterricht hatten und nicht respektiert und immer gedemütigt wurden. Das ist eine der dunkelsten Zeiten in Canadas Geschichte gewesen, wurde uns mitgeteilt. Ein schöner Teil des Museums war allerdings die Ausstellung der Masken, welche per Hand geschnitzt und selbst bemalt wurden. Jede Maske hatte sehr viele Details und man konnte sehr gut sehen, dass das enorm viel Arbeit gewesen sein musste. Am Nachmittag haben wir zu fünft eine kleine Wanderung gemacht und haben schöne Fotos gemacht. Abends haben wir das gleiche gemacht wie am Vortag und wir haben ein Spiel zum Sprachenlernen gespielt und auf portugiesisch, spanisch, japanisch, französisch, deutsch, chinesisch und italienisch versucht neue Wörter zu lernen :D, ganz ehrlich; ich glaube ich kann nur noch Hallo oder Guten Tag auf jeder Sprache sagen, aber das war's dann auch schon wieder :D.
Am nächsten Morgen mussten wir schon um 7:30 Uhr frühstücken und um circa 8:00 Uhr haben wir uns dann am Whale Watching Boot getroffen. Uns wurde kurz erklärt, was wir auf dem Boot beachten mussten und nach welchen Tieren wir schauen sollten und dann ging es auch schon los. Es war die ganze Zeit, etwa 3,5 Stunden, total kalt aber atemberaubend. Nachdem wir etwa 20 Minuten auf dem Meer unterwegs waren hat der Kapitän uns darauf aufmerksam gemacht, dass man schon die Fontänen der Wale sehen könnte und wir haben natürlich allein davon schon 3000 Fotos gemacht. Wir sind dann immer weiter in die Nähe der Wale gefahren, aber es ist nichts spektakuläres passiert, bis der Satz fiel: "Leute...da drüben ist ein Wal!". Man hat die Schwanzflossen von mehreren Humpback Walen (das sind Buckelwale) gesehen, so etwas tolles habe ich bis dahin einfach noch nie in meinem Leben gesehen...-bis dahin, aber dann kam der totale Knaller und meine Güte, ich musste ganz schön lachen! Auf einmal ist so ein riesen Buckelwal komplett aus dem Wasser gesprungen, ok beim ersten Mal hab ich nur gesehen, wie das Tier wieder ins Wasser gefallen ist und das hat ganz schön geplatscht. Ein paar Minuten später, wir waren diesmal natürlich vorbereit und hinter unseren Kameras oder Handys versteckt, hat sich ein weiterer Buckelwal aus dem Wasser katapultiert. Wenn man mich fragt, ist das echt ein Wunder, dass sich ein so monströses Tier, aus dem Wasser befördern kann! Es war einfach unglaublich so etwas zu sehen. Wir sind dann noch weitergefahren und haben sowohl Delfine, Quallen, Robben, als auch Orka-Familien, die wirklich direkt neben unserem Boot geschwommen sind gesehen. Auf unserem Rückweg sind wir dann noch einmal an Buckelwalen vorbei gefahren und schließlich zu Felsen im Wasser gelangt, auf denen, weder zu übersehen, noch zu überhören, sehr viele Seelöwen saßen, um die Mittagssonne zu genießen und sich lautstark zu unterhalten. Außerdem haben wir noch mehrere Adler gesehen und nachmittags noch eine Art Schnitzeljagd in Telegraph Cove gemacht und so mehr über den historischen Hintergrund des Dorfes erfahren.Am nächsten Morgen mussten wir uns dann von unserer Unterkunft verabschieden und haben uns auf den Heimweg gemacht, der nicht anders ablief als der Hinweg. :D
Bis jetzt ist dieser Trip auf jeden Fall eins meiner Highlights dieses Austausches und ich bin so unendlich dankbar, dass ich das hier alles erleben darf!!!
Unser Schuldisrikt hat je 3 Ausflüge pro Semester für die Internationals geplant und ich hatte das große Glück, gemeinsam mit etwa 29 anderen Austauschschülern der 8 Highschools in Langley, beim ersten Trip dabei zu sein. Wir haben uns am 1. Oktober ganz früh morgens getroffen, unser Gepäck in die Autos verteilt und uns dann auf den Weg gemacht. Das Ziel war erst einmal 'Horseshoe Bay', dort sind wir dann auf die Fähre gefahren und sind in Richtung Nanaimo (auf Vancouver Island) über das Wasser geschippert. Die Aussicht war einfach wundervoll und wir haben viele Fotos gemacht, die im Endeffekt doch alle ziemlich ähnlich aussehen...bis dann der Nebel kam und das war echt sehr gruselig, da wir trotz Kälte auf dem "Sonnendeck" der Fähre geblieben sind. Schiff - Nebel - ...richtig, das Nebelhorn; wir waren zu dritt draußen und plötzlich wurde es laut :D und wir sind so unglaublich erschrocken, aber da waren wir dann wenigstens wirklich wach. Irgendwann sind wir dann in Nanaimo angekommen. Dort haben wir unseren ersten Stop bei Tim Hortons gemacht, das ist vergleichbar mit Starbucks nur kanadisch und preiswerter, um uns für unsere Weiterreise nach Telegraph Cove, einem winzigen Dorf in Vancouver Island's Norden, zu stärken.
Dann sind wir nach Norden gefahren, haben Musik gehört, geredet, geschlafen und die Fahrt durch Canada's faszinierende Landschaft genossen. Irgendwann am späten Nachmittag sind wir dann angekommen und wurden, je nach Schule und Geschlecht, auf die verschiedenen Häuser aufgeteilt. Nachdem wir unser Gepäck ausgepackt hatten, haben wir uns noch kurz auf dem doch sehr überschaubaren Gelände von Telegraph Cove, was eigentlich nur eine Siedlung aus Ferienhäusern ist, umgeschaut und haben dann gegessen. Die Lehrer, die uns begleitet haben, haben jeden Tag für uns gekocht und wir haben das Wohnzimmer in deren Häuschen als Gemeinschaftsraum umfunktioniert und saßen noch den ganzen Abend zusammen vor dem Kamin, haben mit den anderen Austauschschülern geredet und S'Mores gegessen, das ist ein typisch kanadisch / amerikanischer Snack und besteht aus einem Stück Schokolade und einem gerösteten Marshmallow, die zwischen zwei Keksen eine Art Sandwich bilden. Irgendwann sind wir dann in unser Cabin gegangen und haben noch sehr lange geredet, bis wir dann total müde ins Bett gefallen sind.
Am 2. Oktober gab es Pancakes zum Frühstück <3 und dann haben wir uns auf den Weg zu 'Alert Bay' gemacht. Wir mussten nach einer circa 25 minütigen Autofahrt noch ungefähr 45 Minuten mit der Fähre zu der Insel fahren. Dort angekommen hat man schon gemerkt, dass es sich um eine Insel handelt, auf der hauptsächlich Ureinwohner wohnen und das schon ziemlich lange. Das Willkommensschild war ein, nach indianischer Kunst, geschnitzter und bunt bemalter Wal und es stand nicht nur "Willkommen in Alert Bay" auf englisch auf dem Schild, sondern, auch auf der Sprache des Ureinwohnerstammes, die ein wichtiger Bestandteil der Kultur ist, sodass der Satz sogar noch über dem Englischen Platz gefunden hat. Wir haben unser Lunch am Strand gegessen und sind dann in ein "Native-Museum" gegangen, wo uns erst einmal viel über die Traditionen und Lebensweisen der Ureinwohner erzählt wurde. Natürlich hatten wir dann auch noch Zeit, uns im Museum umzuschauen. Ich habe viel über den Stamm gelernt und über die Schulen, die nur für die Kinder der Ureinwohner da waren, was aber nichts gutes war, da die Kinder sehr hart arbeiten mussten, nur sehr wenig bis gar keinen Unterricht hatten und nicht respektiert und immer gedemütigt wurden. Das ist eine der dunkelsten Zeiten in Canadas Geschichte gewesen, wurde uns mitgeteilt. Ein schöner Teil des Museums war allerdings die Ausstellung der Masken, welche per Hand geschnitzt und selbst bemalt wurden. Jede Maske hatte sehr viele Details und man konnte sehr gut sehen, dass das enorm viel Arbeit gewesen sein musste. Am Nachmittag haben wir zu fünft eine kleine Wanderung gemacht und haben schöne Fotos gemacht. Abends haben wir das gleiche gemacht wie am Vortag und wir haben ein Spiel zum Sprachenlernen gespielt und auf portugiesisch, spanisch, japanisch, französisch, deutsch, chinesisch und italienisch versucht neue Wörter zu lernen :D, ganz ehrlich; ich glaube ich kann nur noch Hallo oder Guten Tag auf jeder Sprache sagen, aber das war's dann auch schon wieder :D.
Am nächsten Morgen mussten wir schon um 7:30 Uhr frühstücken und um circa 8:00 Uhr haben wir uns dann am Whale Watching Boot getroffen. Uns wurde kurz erklärt, was wir auf dem Boot beachten mussten und nach welchen Tieren wir schauen sollten und dann ging es auch schon los. Es war die ganze Zeit, etwa 3,5 Stunden, total kalt aber atemberaubend. Nachdem wir etwa 20 Minuten auf dem Meer unterwegs waren hat der Kapitän uns darauf aufmerksam gemacht, dass man schon die Fontänen der Wale sehen könnte und wir haben natürlich allein davon schon 3000 Fotos gemacht. Wir sind dann immer weiter in die Nähe der Wale gefahren, aber es ist nichts spektakuläres passiert, bis der Satz fiel: "Leute...da drüben ist ein Wal!". Man hat die Schwanzflossen von mehreren Humpback Walen (das sind Buckelwale) gesehen, so etwas tolles habe ich bis dahin einfach noch nie in meinem Leben gesehen...-bis dahin, aber dann kam der totale Knaller und meine Güte, ich musste ganz schön lachen! Auf einmal ist so ein riesen Buckelwal komplett aus dem Wasser gesprungen, ok beim ersten Mal hab ich nur gesehen, wie das Tier wieder ins Wasser gefallen ist und das hat ganz schön geplatscht. Ein paar Minuten später, wir waren diesmal natürlich vorbereit und hinter unseren Kameras oder Handys versteckt, hat sich ein weiterer Buckelwal aus dem Wasser katapultiert. Wenn man mich fragt, ist das echt ein Wunder, dass sich ein so monströses Tier, aus dem Wasser befördern kann! Es war einfach unglaublich so etwas zu sehen. Wir sind dann noch weitergefahren und haben sowohl Delfine, Quallen, Robben, als auch Orka-Familien, die wirklich direkt neben unserem Boot geschwommen sind gesehen. Auf unserem Rückweg sind wir dann noch einmal an Buckelwalen vorbei gefahren und schließlich zu Felsen im Wasser gelangt, auf denen, weder zu übersehen, noch zu überhören, sehr viele Seelöwen saßen, um die Mittagssonne zu genießen und sich lautstark zu unterhalten. Außerdem haben wir noch mehrere Adler gesehen und nachmittags noch eine Art Schnitzeljagd in Telegraph Cove gemacht und so mehr über den historischen Hintergrund des Dorfes erfahren.Am nächsten Morgen mussten wir uns dann von unserer Unterkunft verabschieden und haben uns auf den Heimweg gemacht, der nicht anders ablief als der Hinweg. :D
Bis jetzt ist dieser Trip auf jeden Fall eins meiner Highlights dieses Austausches und ich bin so unendlich dankbar, dass ich das hier alles erleben darf!!!
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